Betreff
Beschluss der Gemeindevertretung Bentwisch für die grundsätzliche Entscheidung der Weiterführung der Planungsleistungen nach Aufhebung deren Ausschreibung beim Bauvorhaben Erweiterung Grundschule Bentwisch
Vorlage
VBE/2923/2022/GBE
Art
BV Bewi, Blaha, Röha, Möha, Gesa

Beschlussvorschlag 1:

Die Gemeindevertretung Bentwisch beschließt die fertige Vorplanung des Architekturbüro Andreas Krüger mit den Leistungsphasen 1 bis 4 in Höhe von 20.209,77 € zu erwerben. Dieser Teil der Planungskosten ist nicht förderfähig. Generell sind Planungsleistungen ohne Ausschreibung nicht förderfähig. Des Weiteren muss die weiterführende Planung für die Leistungsphasen 5 bis 9 ausgeschrieben werden. Diese weiterführenden Planungsleistungen müssen überprüft werden, ob diese förderfähig sein könnten.

Die Gemeindevertretung bestätigt für die Erweiterung der Grundschule das folgende Bauprogramm (Grundrisse und Ansichten sind im Anhang) :

Der Bereich um das Lehrerzimmer und die Schulleitung wird neu geordnet.

Das historische Schulgebäude wird wieder als Unterrichtsgebäude genutzt.

Dort sind ebenfalls kleinere Umbauten zur Herstellung von Unterrichtsräumen mit angelagerten Förderräumen erforderlich.

Die Haustechnische Anlage muss umgestaltet und teilweise erweitert werden.

Um beide Gebäude zu verbinden, ist ein Zwischenbau von ca. 105 m² notwendig.

 

Oder

 

Beschlussvorschlag 2:

Die Gemeindevertretung Bentwisch beschließt alle Leistungsphasen der HOAI für die Erweiterung der Grundschule neu auszuschreiben damit ein neuer Bauantrag gestellt werden kann. Diese Planungskosten sind bei einer möglichen Förderung förderfähig.

 

 

 

Sachverhalt:

Seit dem Schuljahr 2012 findet der Schulbetrieb der Grundschule in Bentwisch in dem eingeschossigen Gebäude hinter dem Hort statt. Die Schule war für fünf Klassenräume, einem Computerkabinett und einem Werkraum ausgelegt gewesen. Aufgrund des stetigen Anstiegs der Schülerzahlen wurden die Fachräume mit dem Schuljahr 2019/2020 zu Klassenräumen umgerüstet. Zurzeit findet im Hortgebäude eine Doppelnutzung durch Hort und Grundschule statt. Durch den Neubau von Wohnhäusern im Erschließungsgebiet Hallershof werden weitere schulpflichtige Kinder erwartet.

 

Um für das Projekt Fördermittel zu beantragen, musste die Gemeinde Bentwisch eine Baugenehmigung vorlegen. Der Fördermittelantrag wurde im Juli 2021 für das Förderjahr 2022 gestellt.

 

Durch das Architekturbüro Andreas Krüger wurde eine Planung für die Errichtung eines Verbindungsbaus zwischen dem Grundschulgebäude und dem Hort erarbeitet und der Antrag auf Baugenehmigung mit allen benötigten Unterlagen erstellt und beim Landkreis zur Genehmigung eingereicht. Mittlerweile liegt eine positive Baugenehmigung vor.

 

Das Architekturbüro hat nach der HOAI die Leistungsphasen 1 bis 4 ohne Auftrag der Gemeinde unentgeltlich erarbeitet.

 

Durch die Verwaltung wurde auf Grundlage des Beschlusses VBE/2847/2021/GBE, welcher der Gemeindevertretung am 16.09.2021 vorgelegt wurde, die Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 bis 9 ausgeschrieben.

Zur Angebotsabgabe wurden 4 Bieter aufgefordert ein entsprechendes Angebot abzugeben. Am 15.12.2021 wurde die Angebotseröffnung durchgeführt. Es lagen keine Angebote vor.

Die Ausschreibung wurde aufgehoben.

 

 

Stellungnahme der Verwaltung:

Aus Sicht der Verwaltung sind zwei Varianten möglich um die Planungen abzuschließen.

 

Variante 1:

Die Gemeinde erwirbt die fertige Vorplanung. Der Verwaltung liegt ein Angebot vom Architekturbüro Andreas Krüger für die Leistungsphasen 1 bis 4 in Höhe von 20.209,77 € vor. Die Angebotssumme entspricht dem Basissatz der HOAI. Diese Kosten sind bei einer möglichen Förderung nicht förderfähig. (Hinweis der Verwaltung: Generell sind Planungsleistungen ohne Ausschreibung nicht förderfähig.)

Des Weiteren muss die weiterführende Planung für die Leistungsphasen 5 bis 9 ausgeschrieben werden. Diese weiterführenden Planungsleistungen müssen überprüft werden, ob diese förderfähig sein könnten.

Die Gemeindevertretung müsste weiterhin das folgende Bauprogramm (Grundrisse und Ansichten sind im Anhang) bestätigen:

Der Bereich um das Lehrerzimmer und die Schulleitung wird neu geordnet. Das historische Schulgebäude wird wieder als Unterrichtsgebäude genutzt. Dort sind ebenfalls kleinere Umbauten zur Herstellung von Unterrichtsräumen mit angelagerten Förderräumen erforderlich. Die haustechnische Anlage muss umgestaltet und teilweise erweitert werden. Um beide Gebäude zu verbinden, ist ein Zwischenbau von ca. 105 m² notwendig.

 

Variante 2:

Die Verwaltung schreibt erneut die Leistungsphasen 1 bis 9 aus und verwendet nicht die vom Architekturbüro Andreas Krüger erstellte Vorplanung. Falls bei der erneuten Ausschreibung ein Bieter beauftragt werden könnte, muss eine komplett neue Planung erstellt und ein neuer Bauantrag gestellt werden. Die anfallenden Planungskosten sind bei einer möglichen Förderung förderfähig.

 

Finanzierung:

Die Finanzierung ist bereits im Beschluss VBE/2847/2021/GBE beschlossen worden.